Donnerstag, Dezember 20, 2007

Einzelraum-Heizungsthermostatventil

Für heutige Niedertemperatur-Heizsysteme ist eine wirtschaftliche
Fußbodenheizung die optimale Lösung.
Dazu gehören auch die in der Energieeinspar-Verordnung geforderten Einzelraum-Temperaturregelungen.


Ein Heizungsthermostatventil ist ein Einzelraumtemperaturregler, der im Innern einen Temperaturfühler (einen mit Gas oder Wachs gefüllten Aktor) besitzt. Dieses sogenannte Dehnstoffelement besteht aus einem Metallbalgen ähnlich einem Wellrohr und dehnt sich entsprechend der Raumlufttemperatur aus. Diese Längenänderung wird über ein Kapilarrohr vom Thermostat zu Ventil übertragen, welche den Durchflussquerschnitt des Heizungsvorlaufs und damit die Durchflussmenge verändert. Eine Rückstellfeder öffnet das Ventil bei sich zusammenziehendem Dehnköper. Die kontinuierliche Regelung des Heizwasserdurchflusses bewirkt eine konstante Raumlufttemperatur.




Die Raumlufttemperatur wird durch Drehen des Einstellkopfes vorgewählt. Dreht man den Kopf nach rechts, so wird der ganze Kopf mit Dehnstoffelement und Übertragungsstift näher an das Ventilgehäuse herangeschraubt. Die Öffnung des Ventils wird dadurch verkleinert, die Wärmeabgabe wird vermindert und die Raumlufttemperatur sinkt. Bei Linksdrehung öffnet das Ventil mehr, es erhöht sich die Wärmeabgabe. Eine Frostschutzmarke „*“ am Einstellring kennzeichnet die Frostschutz-Stellung, sodass der Raum nicht unter etwa 6 °C auskühlen kann, um Frostsprengung zu verhindern. Die Einstellung auf „3“ bedeutet, dass der Thermostat den Raum jetzt selbstständig auf etwa 20 °C hält. Eine Veränderung der Temperatur durch Sonneneinstrahlung, mehrere Personen oder sonstige Wärmequellen werden vom Thermostat wahrgenommen. Er regelt sich selbstständig aus und verschließt das Ventil, damit der Raum nicht weiter zusätzlich aufgeheizt wird. Anders herum öffnet der Thermostat das Ventil auch selbstständig wenn die Raumtemperatur sinkt. Dies muss berücksichtigt werden wenn gelüftet wird. Durch ein geöffnetes Fenster gelangt kalte Luft in den Raum und strömt auch über den Thermostat und bewirkt dass dieser das Ventil öffnet um den Raum wieder aufzuheizen. Jede Veränderung der Einstellung um eine Zahl nach oben oder unten bewirkt eine Temperaturänderung von etwa 4 °C.

Thermostatventile reagieren empfindlich auf geringe Temperaturänderungen. So bewirkt eine Raumtemperaturabsenkung um 0,5 °C eine Ventilverstellung um einen Millimeter, was zu einer 25-prozentigen Erhöhung des Heizungswassers-Volumenstromes führt.

Thermostatventile müssen ungehindert von der Raumluft umgeben werden, sind sie durch Vorhänge verdeckt oder befinden sich in Nischen, so sind Fernfühler zu platzieren, die über ein Kapillarrohr die Wärmeausdehnung an das Thermostatventil weitergeben.




Vorteile von Einzelraum-Temperaturregelungen:

  • komfortable Einzelraum-Temperaturregelung bei Fußbodenheizungen

  • der variabel einstellbare Bypass gewährleistet einen Mindestvolumenstrom
im Heizkreis, lässt so den Fußboden nicht auskühlen und ermöglicht bei
Bedarf ein schnelleres Aufheizen
  • Nutzung des Selbstregeleffektes bei Fußbodenheizungen
  • kein Verteiler (Vorlauf/Rücklauf) erforderlich; Raum für Verteilerschrank
wird eingespart; damit auch kein Wärmestau im Frontbereich von
Etagenverteilern
  • keine Elektroinstallation für z.B. Raumthermostate und Stellantriebe
erforderlich
  • einfache, verständliche Bedienung des Temperaturreglers,
analog zur Regelung eines Heizkörperthermostaten
  • optisch gute Lösung der Raumtemperaturregelung in der modernen
Wohnraumgestaltung (bei bodennahen Fensterflächen)

maurus reich, dez. '07

1 Comments:

Blogger Haustechnik said...

Sie hätten bei Ihren Recherchen erkennen müssen, dass heute bei bestimmten Bedingungen auf eine Einzelraumregulierung verzichtet werden kann. Ihre Erkenntnisse lassen Sie in keiner Reflexion erkennen, schade.
Note: 4.5

7:07 AM

 

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